Grandland X Hybrid4 - Überzeugt mit Alltagstauglichkeit

Als erster deutscher Hersteller bringt Opel einen Kompakt-SUV als Plug-in-Hybrid, der zugleich das stärkste Modell im Portfolio ist. „auto, motor und sport“ (Ausgabe 3/2020) war mit dem Grandland  X Hybrid4 unterwegs. „Der erste Plug-in-Hybrid von Opel überzeugt mit alltagstauglicher elektrischer Reichweite, Allradantrieb und viel Power. Der relativ hohe Preis relativiert sich durch staatliche Förderprogramme“, so das Fazit.

Der rot-schwarze Testwagen lud dank optionalem 7,4-kW-On-Board-Charger innerhalb von weniger als zwei Stunden seine 13,2-kWh-Batterie voll. Deutlich länger dauere es an einer Haushaltssteckdose, doch über Nacht sei der Plug-in-Hybrid ebenfalls wieder startklar. Bis zu 59 Kilometer stromert der Kompakt-SUV im WLTP-Zyklus rein elektrisch - das reiche für ein E-Kennzeichen sowie die meisten Pendlerstrecken.

„Bei geschlossener Ladeklappe fällt abgesehen von den „Hybrid4“-Schriftzügen übrigens außen kaum auf, dass der Grandand X über drei Motoren verfügt. Gleiches gilt im wertigen und übersichtlich gestalteten Innenraum. Neu sind hier lediglich die Rundinstrumente samt Bordcomputer-Ansichten, der Fahrmodi-Schalter auf der Mittelkonsole und die Blitztaste unterhalb des acht Zoll großen  Touchscreens. Drückt man sie, zeigt der Monitor nicht nur, welche Kräfte beim Fahren fließen und wie sich der Fahrpedalfuß auf den letzten Kilometern benommen hat, sondern man kann auch einstellen, wie viel Restenergie im Akku vorgehalten werden soll“, erläutert das Magazin. Diese Funktion ermögliche, auf längeren Strecken Umweltzonen rein elektrisch zu durchfahren.

Platz im Innenraum koste der Plug-in-Hybrid übrigens kaum. Da sich ein Elektromotor zwischen den 1,6-Liter-Benziner und die Achtstufen-Automatik quetscht, der zweite sich in die Mehrlenker-Hinterachse fügt und der Akku unter der Fondbank verschwindet, sitze man hinten fast genauso komfortabel wie vorn auf den bestens ausgeformten und elektrisch verstellbaren AGR-Sitzen. Lediglich die Zusatzfächer unter dem Boden des 390 Liter großen Kofferraums fallen deutlich kleiner aus, ohne dessen Variabilität einzuschränken.

Wandelbar zeige sich der Hybrid4 auch im Fahrwerk. Mit voller Batterie starte er rein elektrisch. „Die beiden E-Motoren mit 81 kW vorn und 83 kW hinten haben kaum Mühe, den 1,9-Tonner bis auf 135 km/h zu beschleunigen, wobei der Heckmotor die meiste Arbeit leistet. Erst bei Kick-down sowie in Hybrid- und Sortmodus springt der 200 PS starke Turbo-Direkteinspritzer gut hörbar ein. Dann geht es plötzlich richtig vorwärts: Vereint wirken 300 PS und 520 Nm auf die vier Räder und drücken den SUV in 6,1 Sekunden auf Tempo 100. Bei Zwischenspurts boosten die E-Motoren kräftig mit, beim Verzögern gewinnen sie Energie in zwei Stufen zurück“, heißt es in dem Bericht.

Auch wenn 58.380 Euro Kaufpreis zunächst abschreckend wirken würden, sei das Topmodell dafür jedoch sei gut ausgestattet. Zudem lasse sich noch die E-Auto-Prämie abziehen, und der Verzicht auf den E-Allrad und etwas Ausstattung spare rund 8.000 Euro. (konjunkturmotor.de - Redaktionsdienst, KK, Februar 2020)

 

Kraftstoffverbrauch (kombiniert, ltr./100 km):
Benzin: 7,2 - 1,6, Diesel: 5,3 - 3,9

co2-Emission (kombiniert, gr./km):
Benzin: 132 - 36, Diesel: 128 - 110


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